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Grundlagen

Auslandskonto eröffnen 2026: Der komplette Leitfaden für Nicht-Residenten

Auslandskonto außerhalb der EU eröffnen: legal, diskret und vollständig remote. Voraussetzungen, Ablauf, Jurisdiktionen und Kosten im großen Leitfaden 2026.

Ein Auslandskonto ist kein Graubereich, sondern ein legales Werkzeug. Es verschafft dir Zugang zu stabileren Banken, härteren Währungen und echter Diversifikation. Wer sein gesamtes Vermögen bei einer einzigen Bank in einer einzigen Jurisdiktion parkt, trägt ein Risiko, das die meisten Deutschen unterschätzen: ein Klumpenrisiko auf staatlicher Ebene.

Ein Konto außerhalb der EU zu eröffnen, ist heute einfacher als je zuvor und trotzdem umranken es hartnäckige Mythen. In diesem Leitfaden bekommst du die vollständige Anleitung: was ein Auslandskonto ist, warum du eines außerhalb der EU führen solltest, welche Voraussetzungen wirklich zählen, wie die Eröffnung Schritt für Schritt abläuft und welche Jurisdiktion zu deiner Situation passt. Alles legal, diskret und remote.

Was ist ein Auslandskonto?

Ein Auslandskonto ist ein Bankkonto bei einem Institut außerhalb deines Wohnsitzlandes. Der entscheidende Punkt: Du eröffnest es als Nicht-Resident, also ohne dort zu wohnen oder gemeldet zu sein. Genau das unterscheidet FreedomBanking Plus vom klassischen Auswanderer-Banking.

Wer nach Portugal oder Spanien zieht und dort ein lokales Girokonto braucht, eröffnet ein Residentenkonto vor Ort und legt Meldebescheinigung, Steuernummer und Mietvertrag vor. Das ist ein völlig anderer Vorgang. Beim Auslandskonto im Sinne dieses Leitfadens geht es darum, aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz heraus ein Konto in einer fremden Jurisdiktion zu eröffnen, in der du gerade nicht lebst.

Diese Konten gibt es als Privatkonto für dein persönliches Vermögen und als Geschäftskonto für deine Firma. Beide funktionieren remote, beide unterliegen klaren Regeln, und beide sind vollständig legal.

Warum ein Konto außerhalb der EU?

Die eigentliche Frage lautet nicht, ob ein Auslandskonto legal ist. Die Frage lautet, warum so viele strategisch denkende Menschen bewusst außerhalb der EU bankieren. Es gibt vier handfeste Gründe.

1. Schutz vor dem Bail-in. EU-Banken unterliegen dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (SAG), der deutschen Umsetzung der europäischen Abwicklungsrichtlinie BRRD. Im Ernstfall können Gläubiger und Einleger an der Rettung einer Bank beteiligt werden. Zypern 2013 war die Blaupause. Konten außerhalb der EU fallen nicht unter dieses Regime. Mehr dazu in unserem Leitfaden zum Vermögensschutz mit Auslandskonto.

2. Kein EU-Kontenregister. Das zentrale europäische Bankkontenregister erfasst Konten innerhalb der EU. Ein Konto außerhalb der EU steht dort nicht. Das schützt dich nicht vor dem Finanzamt, aber sehr wohl vor dem stillen Zugriff privater Gläubiger und automatisierter Abfragen.

3. Mehr Privatsphäre. Je nach Jurisdiktion profitierst du von minimalem oder keinem CRS-Reporting. Was das legal bedeutet und wo die Grenze verläuft, erklären wir im Detail im Leitfaden zum diskreten Banking.

4. Echte Diversifikation. Ein zweites Konto in einer harten Währung, außerhalb des Euroraums und außerhalb deiner Heimatjurisdiktion, ist eine der günstigsten Versicherungen, die es gibt. Du verteilst dein Kapital, dein Gegenparteirisiko und dein politisches Risiko.

Warum genau ein Konto außerhalb der EU die logische Konsequenz für jeden strategisch denkenden Menschen ist, vertiefen wir unter Warum außerhalb der EU?.

Ist die Eröffnung eines Auslandskontos legal?

Ja, uneingeschränkt. Es gibt kein Gesetz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, das dir verbietet, ein Konto im Ausland zu eröffnen und zu führen. Ein Auslandskonto ist so legal wie ein zweiter Reisepass oder eine Immobilie im Ausland.

Wichtig ist die andere Seite der Medaille: Ein Auslandskonto macht dein Einkommen nicht steuerfrei. Als in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtige Person versteuerst du dein Welteinkommen, egal auf welchem Kontinent es liegt. Die Erträge aus deinem Auslandskonto gehören in deine Steuererklärung. Wie das korrekt funktioniert, welche Meldepflichten gelten und was der automatische Informationsaustausch damit zu tun hat, liest du in unserem Leitfaden Auslandskonto beim Finanzamt melden.

Merke dir diese klare Trennlinie: Legal ist die Eröffnung und die Nutzung. Illegal ist das Verschweigen der Erträge. FreedomBanking Plus arbeitet ausschließlich auf der legalen Seite dieser Linie.

Voraussetzungen: Was du wirklich brauchst

Die gute Nachricht: Für ein Auslandskonto brauchst du weder eine SCHUFA-Bewertung noch einen deutschen Wohnsitz noch einen Termin in einer Filiale. Die Standardanforderungen sind überschaubar.

  • Gültiger Reisepass. Der Personalausweis reicht in vielen Jurisdiktionen nicht, der Reisepass fast immer.
  • Adressnachweis. Meist eine Strom-, Gas- oder Telefonrechnung oder ein Kontoauszug, nicht älter als drei Monate.
  • Herkunftsnachweis der Mittel (Source of Funds). Banken müssen wissen, woher dein Geld stammt. Ein Gehaltsnachweis, ein Verkaufsvertrag oder ein Kontoauszug genügt in der Regel.
  • Steuerliche Identifikationsnummer. Für das CRS-Reporting benötigen viele, aber nicht alle Banken eine Steuer-ID (TIN).
  • Kurzer Verwendungszweck. Wofür brauchst du das Konto? Sparen, Diversifikation, Geschäftszahlungen. Eine klare Antwort beschleunigt alles.

Ob du ein Konto auch ohne SCHUFA, ohne Steuer-ID oder ohne festen Wohnsitz eröffnen kannst, klären wir im Detail unter Konto ohne SCHUFA, Steuer-ID und Wohnsitz.

So läuft die Remote-Eröffnung ab

Der größte Irrtum ist, dass man für ein Auslandskonto ins Flugzeug steigen muss. Bei den meisten unserer 31 Jurisdiktionen läuft alles remote. So sieht der Ablauf mit FreedomBanking Plus aus.

  1. Jurisdiktion wählen und bestellen. Du entscheidest online, kein Erstgespräch nötig.
  2. Dokumenten-Checkliste per E-Mail. Du bekommst exakt, was deine Bank verlangt, nicht mehr und nicht weniger.
  3. Dossier-Prüfung. Wir prüfen deine Unterlagen auf Vollständigkeit, Konsistenz und Bankeignung, bevor sie die Bank sieht.
  4. Persönliche Bankeinführung. Dein Antrag geht an einen namentlichen Kontakt im Institut, nicht in ein anonymes Callcenter.
  5. Kontoaktivierung. Du erhältst deine Zugangsdaten direkt von der Bank.

Warum dieser Weg so viel höhere Erfolgsquoten hat als der Alleingang, erklären wir unter So funktioniert es.

Welche Jurisdiktion passt zu dir?

Nicht jede der 31 Jurisdiktionen passt zu jedem Ziel. Grob lassen sich zwei Lager unterscheiden.

Diskrete Jurisdiktionen. Länder wie Serbien, Nordmazedonien oder die Philippinen nehmen gar nicht am CRS teil und melden nicht automatisch an dein Heimatland. Georgien ist dem CRS 2024 zwar offiziell beigetreten, in der Praxis verlangen die Banken dort aber weder Adressnachweis noch Steuer-ID, ohne diese Daten läuft keine verwertbare Meldung. Solche Standorte sind attraktiv für maximale Privatsphäre gegenüber Dritten und für den Zugang zu Regionen abseits des Euroraums. Deine Steuerpflicht bleibt davon unberührt. Den aktuellen Stand findest du in unserer CRS-Übersicht.

Erstklassige Finanzplätze mit CRS. Die Schweiz, Singapur oder andere Premium-Standorte melden zwar im Rahmen des automatischen Informationsaustauschs, bieten dir dafür aber maximale Bankstabilität, starke Währungen und exzellente Vermögensverwaltung. Für viele HNWIs ist das der Kern der Strategie.

Einen vollständigen Vergleich aller Standorte nach CRS-Status, Mindesteinlage und Remote-Option findest du unter Alle 31 Länder. Zu den beliebtesten zählen Georgien, Serbien, Puerto Rico, die Schweiz, Singapur und Nordmazedonien.

Privatkonto oder Geschäftskonto?

Ein Privatkonto eignet sich für dein persönliches Vermögen, für Rücklagen in Fremdwährung und für die private Diversifikation. Ein Geschäftskonto brauchst du, wenn eine Firma, eine LLC oder eine Holding der Kontoinhaber sein soll.

Gerade für Unternehmer, Freiberufler und Betreiber einer Auslandsfirma ist das Geschäftskonto außerhalb der EU oft der eigentliche Grund für die Kontoeröffnung: Rechnungen in mehreren Währungen, internationale Zahlungspartner und ein Bankstandort, der nicht am selben Schicksal hängt wie der Firmensitz. Der komplette Leitfaden: Geschäftskonto im Ausland eröffnen.

Klassische Bank oder Neobank?

Nicht jedes Auslandskonto muss bei einer traditionellen Bank liegen. Neobanken und Multiwährungskonten wie moderne Fintech-Anbieter sind für digitale Nomaden, Ortsunabhängige und Vielreisende oft die pragmatischere erste Stufe.

Der Unterschied: Neobanken sind schnell, günstig und app-basiert, aber selten echte Vollbanken mit Einlagensicherung auf klassischem Niveau. Für die eigentliche Vermögensbasis führt der Weg meist zur klassischen Bank. Eine Übersicht der besten Anbieter findest du unter Neobanken, passende Pakete für Ortsunabhängige im Nomad Paket. Wer zusätzlich ein Depot im Ausland führen will, findet die Optionen unter Broker.

Warum Banken Nicht-Residenten ablehnen

Der häufigste Frust bei der Kontoeröffnung im Ausland ist die Ablehnung. Der Grund ist selten dein Profil, sondern fast immer der falsche Weg zur falschen Bank. Banken haben einen ständig wechselnden Risikoappetit gegenüber Nicht-Residenten, und wer blind eine Kaltanfrage stellt, landet schnell auf einer internen Ablehnungsliste.

Eine Ablehnung hinterlässt Spuren in Compliance-Datenbanken und macht jeden weiteren Versuch schwieriger. Genau deshalb ist die richtige Bankauswahl nach aktuellem Risikoappetit so wertvoll. Welche Fehler du unbedingt vermeiden musst, liest du unter Warum Banken Nicht-Residenten ablehnen.

Was kostet ein Auslandskonto?

Die Kosten hängen stark von Jurisdiktion und Kontotyp ab. Grundsätzlich solltest du drei Posten kalkulieren: die Mindesteinlage, die je nach Standort von niedrig bis gehoben reicht, die laufenden Kontoführungsgebühren und die Servicegebühr für die begleitete Eröffnung. Premium-Finanzplätze verlangen höhere Mindesteinlagen als aufstrebende Nicht-CRS-Standorte. Den genauen Vergleich pro Land findest du in der Länderübersicht.

Rechne das Ganze nicht als Kosten, sondern als Versicherungsprämie. Der Preis für ein zweites Standbein außerhalb der EU ist im Verhältnis zum abgesicherten Vermögen minimal.

Die häufigsten Fehler

  • Kaltanfragen bei mehreren Banken gleichzeitig. Jede Ablehnung erschwert die nächste.
  • Unvollständige oder inkonsistente Dokumente. Der häufigste Ablehnungsgrund überhaupt.
  • Falsche Jurisdiktion für das eigene Ziel. Wer maximale Stabilität will, ist am Nicht-CRS-Standort falsch, und umgekehrt.
  • Das Verschweigen von Erträgen. Der einzige echte Fehler mit rechtlichen Folgen.

Auslandskonto für dein Profil

Ein Auslandskonto ist kein Nischenprodukt für Millionäre. Je nach Lebenssituation erfüllt es sehr unterschiedliche Zwecke.

Der Unternehmer. Du führst eine Firma mit internationalen Kunden und willst nicht, dass Firmensitz und Bankstandort am selben Tropf hängen. Ein Geschäftskonto außerhalb der EU gibt dir Zahlungsfähigkeit in mehreren Währungen und ein zweites Standbein, falls dein Heimatsystem ins Wanken gerät.

Der Anleger. Du willst einen Teil deines Vermögens aus dem Euro heraus und in eine harte Währung wie den Schweizer Franken oder den US-Dollar bringen. Ein Auslandskonto ist der Ausgangspunkt, ein Depot im Ausland die logische Ergänzung.

Der Auswanderer und Perpetual Traveler. Du hast keinen festen Wohnsitz mehr oder pendelst zwischen mehreren Ländern. Ein Nicht-Residenten-Konto ist für dich keine Kür, sondern die Basis deiner Finanzinfrastruktur.

Der digitale Nomade. Du arbeitest ortsunabhängig und brauchst schnelle, app-basierte Zahlungslösungen. Für dich ist oft eine Kombination aus Neobank und klassischem Auslandskonto ideal, siehe auch das Nomad Paket.

Der Vorsorger. Du willst schlicht ruhiger schlafen, weil dein Vermögen nicht mehr an einem einzigen Punkt hängt. Für dich zählt die Diversifikation an sich.

Welche Währung solltest du wählen?

Ein unterschätzter Vorteil des Auslandskontos ist die Währungswahl. Der Euro ist eine politische Währung mit eigenen Risiken. Ein Konto außerhalb der EU erlaubt dir, Guthaben in Schweizer Franken, US-Dollar, Singapur-Dollar oder anderen harten Währungen zu halten.

Die Faustregel: Halte einen Teil deiner Rücklagen in einer Währung, die nicht deinem Alltagsrisiko entspricht. Wer in Euro verdient und ausgibt, gewinnt durch ein Franken- oder Dollar-Polster echte Diversifikation. Viele Auslandskonten sind zudem Multiwährungskonten, sodass du innerhalb eines Kontos flexibel zwischen Währungen wechseln kannst, ohne für jede ein eigenes Konto zu benötigen.

Dokumente im Detail: so vermeidest du Rückfragen

Der häufigste Grund für Verzögerungen ist nicht die Ablehnung, sondern die Rückfrage. Jedes fehlende Dokument kostet dich Tage. Bereite deshalb sauber vor.

  • Reisepass, farbig und vollständig lesbar, gegebenenfalls notariell beglaubigt.
  • Adressnachweis auf deinen Namen, nicht älter als drei Monate. Eine Nebenkostenabrechnung oder ein Kontoauszug funktioniert meist besser als eine reine Rechnung.
  • Herkunftsnachweis der Mittel, der zur Höhe deiner geplanten Einlage passt. Wer 200.000 Euro einzahlen will, braucht einen glaubhaften Beleg für diese Summe.
  • Lebenslauf oder kurze Beschreibung deiner Tätigkeit, damit die Bank dein Profil einordnen kann.

Konsistenz ist entscheidend: Alle Dokumente müssen dieselbe Person, dieselbe Adresse und dieselbe Geschichte erzählen. Widersprüche sind der schnellste Weg zur Ablehnung.

Der Zeitfaktor: Warum du nicht warten solltest

Die beste Zeit, ein Auslandskonto zu eröffnen, ist bevor du es dringend brauchst. Kontoeröffnungen gelingen am reibungslosesten in ruhigen Zeiten, mit sauberen Unterlagen und ohne Druck. Wer erst im Krisenmoment agiert, trifft auf überlastete Banken, strengere Prüfungen und eine Masse an Antragstellern, die dasselbe wollen. Ein Zweitkonto ist eine Versicherung, und Versicherungen schließt man vor dem Schaden ab.

Konto im Ausland eröffnen: Schritte, Unterlagen und die Frist bis zum 11. Januar 2027

Wer heute ein Konto im Ausland eröffnen will, hat zum ersten Mal einen Kalender gegen sich. Die EU-Richtlinie CRD VI fügt in die Bankenrichtlinie einen Artikel 21c ein: Eine Bank aus einem Drittstaat braucht eine zugelassene Zweigstelle in deinem Mitgliedstaat, um das Einlagengeschäft für EU-Ansässige aufzunehmen oder fortzuführen, im Wortlaut „to commence or continue carrying out the activities referred to in Article 47(1)". Artikel 2 der Richtlinie legt fest, dass die Mitgliedstaaten diese Regel ab dem 11. Januar 2027 anwenden. Den Bestandsschutz gibt es nur für Verträge, die vor dem 11. Juli 2026 geschlossen wurden, und dieses Datum liegt hinter uns. Zwischen heute und dem 11. Januar 2027 ist die Tür offen, danach entscheidet dein Wohnsitz, nicht dein Pass.

Schritt 1: Ziel und Land festlegen. Stabilität, harte Währung, Distanz zum automatischen Austausch oder ein Geschäftskonto für die Firma: Daraus folgt der Standort. Den Vergleich aller 31 Standorte nach CRS-Status, Mindesteinlage und Remote-Option findest du auf der Destinationsübersicht. Wer die Wahl nicht allein treffen will, klärt sie im kostenlosen Gespräch, bevor er irgendwo einen Antrag stellt.

Schritt 2: Unterlagen zusammenstellen. Reisepass, Adressnachweis nicht älter als drei Monate, deine steuerliche Identifikationsnummer und ein Beleg für die Herkunft der Mittel, der zur geplanten Einlage passt. Alle Dokumente müssen dieselbe Person, dieselbe Adresse und dieselbe Geschichte erzählen. Was die Bank mit diesen Unterlagen macht, steht in Deutschland in § 10 Absatz 1 des Geldwäschegesetzes: Identifizierung des Vertragspartners, Abklärung, ob er für einen wirtschaftlich Berechtigten handelt, Einholung von Informationen über Zweck und Art der Geschäftsbeziehung und die kontinuierliche Überwachung einschließlich der Herkunft der Vermögenswerte. Banken im Ausland arbeiten nach denselben Grundsätzen, in der EU nach der Geldwäscherichtlinie (EU) 2015/849. Die Fragen sind kein Misstrauen gegen dich, sondern die Pflichtliste der Bank.

Schritt 3: Dossier prüfen lassen und einreichen. Eine Rückfrage kostet Tage, eine Ablehnung hinterlässt Spuren. Deshalb geht dein Antrag bei uns erst nach der Dossier-Prüfung an einen namentlichen Kontakt im Institut. Bei den meisten Standorten läuft das remote, einige Banken verlangen einen Termin vor Ort.

Schritt 4: Aktivierung und die Pflichten danach. Die Zugangsdaten kommen direkt von der Bank. Ab jetzt gilt: Als Person mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland bist du nach § 1 Absatz 1 EStG unbeschränkt einkommensteuerpflichtig, die Erträge aus dem Konto gehören also in deine Steuererklärung. Zahlungen von mehr als 50.000 Euro, die du von einem Ausländer entgegennimmst oder an einen Ausländer leistest, meldest du nach § 67 AWV der Deutschen Bundesbank; Guthaben mit einer Laufzeit von höchstens zwölf Monaten sind davon ausgenommen. Eine Pflicht, das Privatkonto selbst irgendwo anzumelden, kennt das Gesetz nicht. Sitzt die Bank in einem CRS-Staat, meldet sie nach dem OECD-Standard jährlich an ihre Steuerbehörde, die die Daten mit deinem Ansässigkeitsstaat austauscht.

Schritt 5: Die Frist mitdenken. Ein Konto, das du jetzt eröffnest, ist legal und bleibt es. Ab dem 11. Januar 2027 braucht die Bank für die Fortführung entweder eine Zweigstelle in deinem Land oder einen Kunden, der nicht in der EU ansässig ist. Konto zuerst, Wohnsitzfrage sofort danach, beides vor dem Stichtag. Welche Reihenfolge in deinem Fall trägt, klären wir im kostenlosen Gespräch.

Fünf Fragen zum Konto im Ausland, die uns jede Woche erreichen

Kann ich ein Konto im Ausland ohne Wohnsitz dort eröffnen? Ja. Genau das ist das Nicht-Residenten-Konto: Du wohnst in Deutschland und eröffnest bei einer Bank in einem anderen Land. Nicht jede Bank nimmt Nicht-Residenten an, und seit CRD VI zählt zusätzlich, wo du ansässig bist: Ab dem 11. Januar 2027 darf eine Drittstaatenbank EU-Ansässige nur noch über eine Zweigstelle in deren Mitgliedstaat bedienen. Welche Standorte heute offen sind, zeigt die Destinationsübersicht; Details zum Konto ohne Wohnsitz liest du unter Konto ohne SCHUFA, Steuer-ID und Wohnsitz.

Welche Unterlagen brauche ich als Deutscher? Einen gültigen Reisepass, einen Adressnachweis auf deinen Namen, deine steuerliche Identifikationsnummer und einen Nachweis über die Herkunft der Mittel. Je nach Bank kommen ein kurzer Lebenslauf oder eine Beschreibung deiner Tätigkeit dazu. Die exakte Liste hängt vom Institut ab und steht in der Checkliste, die du vor der Einreichung bekommst.

Was fragt die Bank und warum? Wer du bist, für wen du handelst, wozu das Konto dient und woher das Geld kommt. In Deutschland verlangt § 10 Absatz 1 GwG genau diese vier Dinge von jeder Bank, in der EU folgt das aus der Geldwäscherichtlinie (EU) 2015/849, und Banken außerhalb der EU führen gleichartige Prüfungen durch. Eine saubere, widerspruchsfreie Antwort auf diese Fragen ist der kürzeste Weg zum eröffneten Konto.

Muss ich das Konto dem Finanzamt melden? Das Gesetz kennt für ein privates Auslandskonto keine Anmeldepflicht. Was es kennt: Die Erträge sind steuerpflichtig und gehören in die Steuererklärung (§ 1 Absatz 1 EStG). Nach § 138 Absatz 2 AO teilst du dem Finanzamt die Gründung oder den Erwerb von Betrieben und Betriebsstätten im Ausland sowie Beteiligungen an ausländischen Gesellschaften mit, bei Kapitalgesellschaften ab 10 Prozent oder ab Anschaffungskosten von mehr als 150.000 Euro, und zwar spätestens 14 Monate nach Ablauf des Besteuerungszeitraums (§ 138 Absatz 5 AO). Zahlungen über 50.000 Euro von oder an Ausländer meldest du nach § 67 AWV der Bundesbank. Den vollständigen Leitfaden findest du unter Auslandskonto beim Finanzamt melden.

Geht das auch als Geschäftskonto im Ausland? Ja. Kontoinhaber ist dann deine Gesellschaft, und die Bank prüft zusätzlich die Firma und ihre wirtschaftlich Berechtigten. Gründest oder erwirbst du dafür eine Gesellschaft oder Betriebsstätte im Ausland, greift die Mitteilungspflicht nach § 138 Absatz 2 AO. Für CRD VI zählt, wo der Kunde ansässig ist: Eine Gesellschaft mit Sitz in der EU ist ein EU-Kunde, eine Gesellschaft außerhalb der EU nicht. Den kompletten Leitfaden liest du unter Geschäftskonto im Ausland eröffnen.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Eröffnung eines Auslandskontos legal? Ja. Die Eröffnung und Führung eines Kontos außerhalb der EU ist vollständig legal. Steuerpflichtig bleiben lediglich die Erträge, die du in deiner Steuererklärung angibst.

Kann ich ein Auslandskonto wirklich remote eröffnen? In den meisten unserer 31 Jurisdiktionen ja. Der gesamte Ablauf läuft strukturiert per E-Mail, inklusive persönlicher Bankeinführung.

Brauche ich eine SCHUFA-Auskunft? Nein. Ausländische Banken fragen die deutsche SCHUFA nicht ab. Details dazu findest du in unserem Leitfaden zum Konto ohne SCHUFA.

Macht ein Auslandskonto mein Einkommen steuerfrei? Nein. Als unbeschränkt Steuerpflichtiger versteuerst du dein Welteinkommen. Ein Auslandskonto ändert daran nichts.

Welche Jurisdiktion ist die beste? Das hängt von deinem Ziel ab. Für maximale Privatsphäre gegenüber Dritten eignen sich Nicht-CRS-Standorte, für maximale Stabilität erstklassige Finanzplätze wie die Schweiz oder Singapur.

Was wir anders machen

Wir arbeiten mit direkten Kontakten in Banken in über 30 Jurisdiktionen. Wenn wir dich einführen, landet deine Anfrage nicht im allgemeinen Posteingang: sie landet bei einer Person, die weiß, wer wir sind und was wir von unserem Kunden erwarten.

Dazu kommt die Vorbereitung. Wir prüfen deine Dokumente bevor sie eingereicht werden, stellen sicher, dass alles konsistent ist, und bereiten den Antrag so auf, dass er die Fragen des Compliance-Teams antizipiert, statt sie aufzuwerfen.

Das ist kein Wundermittel. Es gibt Jurisdiktionen und Banken, bei denen auch wir nicht helfen können. Aber die Erfolgsquote liegt deutlich höher als bei jedem Eigenversuch.

Bereit für dein Konto außerhalb der EU?

Du wählst deine Jurisdiktion, wir übernehmen den Rest: Dokumenten-Checkliste, Dossier-Prüfung und die persönliche Einführung bei einer namentlichen Bankverbindung. Kein Erstgespräch nötig, alles läuft strukturiert per E-Mail.

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